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Hengstleistungsprüfung

26.10.2017 - Wie wird ein Hengst zur Zucht zugelassen, Termine und alles über die Sportprüfung

Damit für die Pferdezucht dauerhaft nur die Besten Hengste zur Verfügung stehen, werden die Junghengste aus den verschiedenen Zuchtverbänden bei Vorauswahlen selektiert und gekört. Auch nicht gekörte Hengste haben die Möglichkeit als Deckhengst zu fungieren, wenn sie eine Hengstleistungsprüfung absolviert haben und dadurch in das Hengstbuch I eingetragen werden. 

Nur durch eine Eintragung in das Hengstbuch I, gelingt es einem Hengst, Vater vieler Fohlen und Reitpferde zu werden.

Was von den Hengsten bei einer Hengstleistungsprüfung erwartet wird, lest ihr im folgenden Abschnitt.

 

Terminübersicht zu den Hengstleistungsprüfungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Teil 4: Die Hengstleistungsprüfung

Zur Hengstleistungsprüfung sind 3- bis 7-jährige gekörte und nicht gekörte Hengste zugelassen.

Die Hengstleistungsprüfung wird auch Stationsprüfung genannt, da sie als ununterbrochener Durchgang über einen Zeitraum von mindestens 50 Tagen auf einer Prüfungsstation durchgeführt wird.

Diese Prüfung ist disziplinspezifisch. Das heißt die Hengste absolvieren die Prüfung entweder mit dem Schwerpunkt Dressur oder Springen. Gefordert wird eine dressur- bzw. springbetonte Endnote von mindestens 7,80 und eine Wiederholung ist einmalig möglich. 

Die Bewertungskommission verschafft sich über die gesamte Prüfungsdauer laufend Eindrücke über die Hengste, welche am Ende in das Gesamtergebnis mit einfließen.

 

Was wird gefordert?

Die abzufragende Leistung und der somit geforderte Schwierigkeitsgrad, wird an das Alter der Hengste angepasst und dementsprechend bewertet. Wenn ein Hengst die geforderte Leistung nicht erfüllt, wird dieser nicht zur Prüfung zugelassen bzw. von der nächsten Prüfung ausgeschlossen.

 

3-jährige dressurbetonte Hengste werden in Anlehnung an die Anforderungen einer Reitpferdeprüfung bewertet.
3-jährigen springbetonte Hengste werden in einem Trainingsparcours bewertet.


Die 4-jährigen Hengste werden je nach Veranlagung in einer Dressur- bzw. Springpferdeprüfung mit den Anforderungen der Klasse A geprüft.


Die 5-jährigen Hengste werden in einer Dressur- bzw. Springpferdeprüfung mit den Anforderungen der Klasse L geprüft.


Die 6- und 7-jährigen Hengste werden in einer Dressur bzw. Springpferdeprüfung mit den Anforderungen der Klasse M geprüft.


Bei den dressurbetonten Hengsten wird mit Hilfe von Gymnastiksprüngen das Verhalten am Sprung überprüft und die Rittigkeit von zwei Fremdreitern benotet.
Bei den Springbetonten werden die Merkmale Vermögen und die Manier beim Freispringen unter dem Stationsreiter und zwei Fremdreitern bewertet. Um Grundgangarten und Rittigkeit bewerten zu können, werden die Hengste geritten vorgestellt.
Alle Beurteilungen finden unter Aufsicht eines FN-Beauftragten statt.

 

 

Ablauf und bewertete Merkmale:

Dressurbetonte Hengste

  1. Interieur - darunter Charakter, Temperament und Leistungsbereitschaft (10%)
  2. Trab (18%)
  3. Galopp (18%)
  4. Schritt (18%)
  5. Rittigkeit Bewertungskommission (10%)
  6. Verhalten am Sprung (6%)
  7. Gesamteindruck (10%)
  8. Rittigkeit Fremdreiter / Veranlagung als Dressurpferd (10%)

 

Die Überprüfungstermine durch die Bewertungskommission erfolgen erstmals am ersten und zweiten Tag. Hier verschafft sich die Prüfungskommission einen ersten Eindruck bei einer Vorstellung mit altersgerechten Lektionen und kleinen Sprüngen unter dem Sattel des Anmelders oder einer von ihm beauftragten Person.
Am zweiten Tag überprüft der Stationsreiter die Grundgangarten und die Bewertungskommission gewinnt erste Eindrücke, welche in die endgültige Bewertung mit einfließen.

In der vierten Woche werden die Hengste nochmals zwei Tage überprüft.
Am ersten Tag werden die jungen Hengste vom Stationsreiter und Fremdreiter 1 vorgestellt. Hier liegt das Augenmerk hauptsächlich auf den Grundgangarten und der Rittigkeit. Außerdem beurteilt der Fremdreiter 1 zusätzlich noch die Veranlagung als Dressurpferd.
Am zweiten Tag werden alle Hengste von den Stationsreitern vorgestellt. Um das Verhalten am Sprung bewerten zu können, werden Einzelsprünge und leichte Sprungfolgen mit eingebaut.

An den letzten beiden Tagen der Hengstleistungsprüfung wird das endgültige Ergebnis festgelegt.
Am 49. Tag werden die Hengste von den Stationsreitern in einer dem Alter der Hengste entsprechenden Standardaufgabe vorgestellt und von der Bewertungskommission beurteilt. Am letzten Tag erfolgt die Vorstellung und Bewertung des Fremdreiters 2. Dieser beurteilt die Rittigkeit und Veranlagung als Dressurpferd. Daraus resultiert die endgültige Bewertung des Hengstes, der Abschlussnote.

 

Springbetonte Hengste

  1. Interieur - darunter Charakter, Temperament und Leistungsbereitschaft (10%)
  2. Trab (2,5%)
  3. Galopp (15%)
  4. Schritt (2,5%)
  5. Rittigkeit Bewertungskommission (10%)
  6. Vermögen (20%)
  7. Manier (20%)
  8. Gesamteindruck (10%)
  9. Rittigkeit Fremdreiter / Veranlagung als Springpferd (10%)

 

Der erste Überprüfungstermin durch die Bewertungskommission erfolgt am ersten und zweiten Tag.
Einen ersten Eindruck über die Hengste kann sich die Prüfungskommission bei einer Vorstellung unter dem Sattel (inklusive einzelner Sprünge) und beim Freispringen verschaffen.

In der vierten Woche erfolgt nochmals eine zwei-tägige Überprüfung.
Am ersten Tag werden sie von den Stationsreitern vorgestellt. Hier liegt das Augenmerk hauptsächlich auf den Grundgangarten und der Rittigkeit. Hierzu gehören ebenfalls einzelne mit eingebaute Sprünge.
Am zweiten Tag wird der jeweilige Hengst nochmals kurz vom Stationsreiter vorgestellt. Anschließend wird er an den Fremdreiter 1 übergeben, welcher den Hengst beim Springen präsentiert. Dieser vergibt daraufhin eine Note für die Rittigkeit und der Veranlagung als Springpferd. Gleichzeitig gewinnen die Mitglieder der Bewertungskommission weitere Eindrücke zur abschließenden Notenvergabe am letzten Tag.

An den letzten beiden Tagen der Hengstleistungsprüfung wird das endgültige Ergebnis festgelegt.
Als erstes werden die Hengste von den Stationsreitern über Gymnastiksprünge vorgestellt und von der Bewertungskommission beurteilt. Erst am letzten Tag erfolgt die Vorstellung und Bewertung in einem dem Alter des Hengstes entsprechenden Standardparcours und die endgültige Bewertung des Hengstes, mit abschließender Note wird festgelegt.

 

Hier nochmal in der Übersicht:

 

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